Water Craft

Marvin

Name: Marvin Burmeier

Geburtsdatum: 24.11.1988

Wohnort: Bad Salzuflen

Angelt seit: 1996

Angelt auf Karpfen seit: 2002

Ich persönlich finde es ziemlich schwierig etwas über sich selbst zu schreiben.

Wie ich zum angeln gekommen bin ist eine gute Frage, denn keiner aus meiner Familie ist am angeln außer mir.

Meine Eltern und ich sind damals jedes Jahr nach Dänemark gefahren. Ich beobachtete damals immer die alten Dänen am Hafen, wie sie Schollen und Aale fingen und als kleiner Junge war ich sehr angetan von dem, was sie dort machten und wollte das natürlich auch machen. Somit kaufte mir mein Vater eine Angel, woran ich mich noch gut erinnern kann. Die Angel war in einem großen Paket eingeschweißt und war rot und es war damals eine Kunst sie heile auszupacken, aber zum Glück hat Papa das dann für mich gemacht, denn ich hätte es ansonsten bestimmt noch hinbekommen sie kaputt zu machen.
So, da hatte ich also meine erste Angel und ging mit Papa zum Hafen. Dort angekommen  angelten und angelten wir, fingen jedoch nix außer Krebse. Ich freute mich sehr über die Krebse, aber mein Papa fand es nicht so gut, dass ich alle Krebse in meinen Eimer sammelte… Und so vergingen mehrere Stunden, bis ich damals meinen ersten Fisch fing. Ich kann heute leider nicht mehr sagen, was das für eine Fisch war, aber das war zu dem Zeitpunkt ja auch egal, da ich ja schließlich meinen ersten Fisch gefangen hatte. Ich behandelte den Fisch mit großem Respekt. Da er meines Erachtens nach zu klein war, flog er die Keilmauer hinunter ins Wasser und klatschte auf die Wasseroberfläche, woraufhin sich eine Möwe meinen kleinen Fisch geschnappt hat…“Na super“ dachte ich, denn ich wollte dem kleinen Fisch das Leben schenken und dennoch war sein Leben schnell vorbei.

Und von dem Tag an, hat es mich irgendwie immer wieder ans Wasser gezogen und somit verbrachte ich meinen Familienurlaub mehr und mehr am Hafen und ärgerte die alten Dänen und besonders meine Mutter. Ich hatte damals einen guten Draht zu Aalen und fing komischer weise nur diese schleimigen Kollegen und meine Mutter bekam immer einen Schrecken, wenn sie die Aale in die Pfanne geworfen hat. Ich hingegen lachte mich damals natürlich immer kaputt und so wie es kommen musste, habe ich schließlich ein Verbot bekommen, weitere Aale zu fangen, bzw. sie mitzubringen.
Mein Papa hatte herausgefunden, dass man in Dänemark auch an Forellenteichen angeln konnte und sein Fehler war es damals, dass er mir davon erzählt hat. Am Tag bevor wir dann zum Forellenteich fahren wollten, war ich so aufgeregt, dass ich die ganze Nacht nicht schlafen konnte und mit meiner Angel im Bett meistens einschlief. Kaum war es hell draußen, stand ich neben dem Bett meiner Eltern und machte meinen Papa total verrückt. Mein Papa ist jemand, der im Urlaub mal ganz gerne bis 12 Uhr Mittags schläft und meine Zeit war nun mal 4 Uhr Morgens, und das war eindeutig vor seiner Zeit. Ein guter Angler stand ja früh auf und so wie es kommen musste hatte Papa mir es immer erst gesagt an dem Tag wenn es los ging.
Und so nahm meine Angelleidenschaft  seinen Lauf. Ich angelte natürlich zu Hause weiter an kleinen Flüssen und Teichen, überall da, wo ich nicht angeln durfte. Aber als kleiner Junge hatte man halt immer eine Freikarte.

Ich hatte bei mir zu Hause einen Baggersee der  5 Min. Fußmarsch entfernt war und dort hielt ich mich regelmäßig auf. Dort fiel mir damals eine Person auf, die immer am Wochenende am See war, bei jedem Wind und Wetter, sobald das Eis vom See war, war derjenige auch da mit Zelt und allem drum und dran. Daher besuchte ich denjenigen sehr oft und kam das erste mal mit einen Karpfenangler in Kontakt und bekam somit einen Eindruck davon, was derjenige dort eigentlich macht und diesen Angelstil fand ich sehr spannend. An dem Tag stand fest, dass ich einen Angelschein machen muss und so fing ich endlich an, an unseren heimischen Gewässern zu fischen. Alles was Flossen hatte war sehr interessant und wurde aufgelauert, erbeutet und zu Hause mit einen dicken Grinsen präsentiert. Mama sagte ja keine Aale, aber sie wusste glaube ich nicht, dass es auch weitere Fischarten gibt und somit war die Kühltruhe immer voll bis der Tag kam, als ich ein Pärchen am See traf. Die beiden waren ziemlich nett, sie hießen Hajo und Tanja. Tanja kümmerte sich immer gut um mich, denn ich hatte nie was zum Essen am Teich mit und deswegen hat Tanja immer was für mich mitgemacht oder sogar mitgebracht. Hajo war ein Karpfenangler und ich kam damals das zweite Mal in diesen Genuss zu erfahren, was das eigentlich heißt Karpfenangler zu sein und ich fand, dass das zu mir passte. Ich konnte viel Zeit am Wasser verbringen und würde Carps fangen und der eigentliche Vorteil war, dass meine Mutter nicht mehr belästigt werden würde von meinen ganzen Fängen, weil ein Carphunter ja die Carps wieder schwimmen lässt und das war der Startschuss als Karpfenfischer.

P.S.: Das ganze Konfirmationsgeld wurde verprasst und das erste Tackle stand am Teich.

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